Stau-Champion 2024: 60 Stunden verlorene Lebenszeit
Düsseldorf räumt ab. Leider nicht beim Verkehrsfluss. Die Stadt erobert 2024 den zweifelhaften Spitzenplatz als Deutschlands Stau-Hauptstadt – mit satten 60 Stunden Zeitverlust pro Pendler. Berlin landet abgeschlagen auf Platz zwei. Besonders die Dauerbaustellen auf der A46 und A59 verwandeln den Arbeitsweg zur Geduldsprobe. Das Kuriose? Bei den letzten Kilometern Richtung Innenstadt kriecht der Verkehr mit gerade mal 21 km/h voran – Fahrradtempo inklusive Ampelstopps. Pro Fahrer verschlingen diese Staus rund 470 Euro an Zeitverlustkosten. Macht zusammengerechnet für ganz Deutschland 3,6 Milliarden Euro, die buchstäblich im Stau verpuffen.
Autodiebe mit Geschmack: Fast 38.000 Euro pro Coup
Wenn in Düsseldorf ein Auto verschwindet, dann knallt die Rechnung. Mit durchschnittlich 37.800 Euro pro Diebstahl holt sich die Landeshauptstadt deutschlandweit die Krone – noch vor München und Stuttgart. Diebe scheinen hier gezielt nach Premium-Fahrzeugen zu fahnden. Auf 10.000 kaskoversicherte Autos kommen statistisch sieben

Diebstähle – NRW-weit der Höchstwert. Die Versicherungen spüren es deutlich: Düsseldorfer Autodiebe arbeiten nicht in Masse, sondern in Klasse.
30 Euro für 60 Minuten Parken: Willkommen am Flughafen
Parken kann teuer werden – aber 30 Euro pro Stunde? Am Düsseldorfer Flughafen ist genau das Realität. Dieser Extremwert zerrt den städtischen Parkgebühren-Durchschnitt auf stolze 2,58 Euro pro Stunde. Zum Vergleich: In Dresden zahlt man gerade mal 1,17 Euro. Auch die Innenstadt zieht nach – seit 2023 schlägt die halbe Stunde mit 2,25 Euro zu Buche, ein Sprung von über 55 Prozent. Anwohnerparkausweise kosten mittlerweile bis zu 360 Euro jährlich. Die Stadt drängt damit bewusst Autos aus dem öffentlichen Raum in die Parkhäuser.
Die niedrigste PKW-Dichte der Großstädte
Hier kommt die Überraschung: Trotz aller Staus besitzt Düsseldorf mit 512 PKW pro 1.000 Einwohner eine vergleichsweise niedrige Autodichte. Bochum liegt bei 567, im ländlichen Kreis Euskirchen schnellt der Wert auf über 800. Der Grund? Die gut ausgebaute Rheinbahn und die zentrale Lage machen das eigene Auto verzichtbarer. Doch wenn alle gleichzeitig fahren, wird aus der vermeintlichen Freiheit ein kollektiver Stillstand.