Der Opel Insignia ist ein geräumiges Auto für Familie und Außendienst. Viele Exemplare haben hohe Laufleistungen hinter sich. Das macht die Motoren anfällig für Verschleiß. Einige Varianten haben zudem bekannte Schwachstellen.
⏱ Lesezeit ca. 7 Min. · Aktualisiert am 22.10.2026
Inhalt dieses Ratgebers
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Motoren in Insignia A und Insignia B stecken, welche Ursachen hinter typischen Motorschäden stehen und woran Sie diese früh erkennen. Außerdem nennen wir grobe Kosten und rechnen ehrlich durch, ob sich eine Reparatur lohnt.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die Saugbenziner 1.6 und 1.8 im Insignia A gelten als sehr zuverlässig.
- Beim 2.0 CDTI ist niedriger Öldruck ein bekanntes Problem, etwa durch eine spröde Dichtung am Ölansaugrohr.
- Beim 1.6 CDTI und beim 2.8 V6 können sich Steuerketten längen.
- Direkteinspritzer wie der 1.6 SIDI und der 2.0 Turbo neigen zu Ablagerungen.
- Ein Austauschmotor kostet je nach Variante ca. 3.500 bis 8.000 Euro.
Welche Motoren stecken im Insignia?
Den Insignia gibt es in zwei Generationen: Insignia A (2008–2017) und Insignia B (2017–2022). Die Motorpalette war vor allem beim A sehr breit.
- Insignia A Benziner: 1.6 (A16XER), 1.8 (A18XER), 1.4 Turbo (A14NET), 1.6 Turbo (A16LET), ab Mitte 2013 1.6 SIDI Turbo (A16XHT, 170 PS), 2.0 Turbo und 2.8 V6 Turbo
- Insignia A Diesel: 2.0 CDTI in mehreren Leistungsstufen, darunter A20DTH mit 160 PS, und ab 2015 der 1.6 CDTI (B16DTH)
- Insignia B: 1.5 Turbo, 2.0 Turbo, 1.6 CDTI, 2.0 CDTI und 2.0 BiTurbo Diesel, ab 2020 auch 1.5 Diesel
Ursache 1: Öldruckprobleme beim 2.0 CDTI
Der 2.0 CDTI ist der häufigste Motor im Insignia A. Seine bekannteste Schwäche ist zu niedriger Öldruck. Mögliche Ursachen sind die Ölpumpe, ein defekter Regelkolben oder eine spröde Dichtung am Ölansaugrohr. Zieht die Pumpe Luft, bricht der Öldruck ein. Ohne schnelle Reaktion drohen Lager- und Turboschäden.
Dazu kommen Ölverlust an Dichtungen und die Empfindlichkeit des Partikelfilters bei Kurzstrecke. Brechen Regenerationen häufig ab, kann Diesel ins Motoröl gelangen. Das verdünnt das Öl und verstärkt den Verschleiß. Einige Besitzer berichten außerdem von Schäden an den Drallklappen. Für bestimmte Diesel gab es zudem ein Software-Update wegen der Abgasreinigung.
Ursache 2: Steuerketten bei 1.6 CDTI und V6
Beim 1.6 CDTI, den Opel als besonders leisen Diesel bewarb, können sich Steuerketten längen. Das betrifft Insignia A ab 2015 und auch den Insignia B. Rasseln nach dem Kaltstart ist ein typisches Warnsignal. Springt die Kette über, ist der Schaden meist groß.
Auch beim 2.8 V6 Turbo sind gelängte Steuerketten bekannt. Dazu kommen undichte Abgaskrümmer, die bei hoher Laufleistung den Turbolader schädigen können. Der V6 ist zudem aufwendig zu reparieren, weil im engen Motorraum viel zerlegt werden muss.
| Schaden | Kosten ca. | Hinweis |
|---|---|---|
| Dichtung Ölansaugrohr / Ölpumpe (2.0 CDTI) | 400–1.500 € | früh erkannt günstig |
| Steuerkette 1.6 CDTI | 1.200–2.500 € | mit Spanner und Schienen |
| Steuerketten 2.8 V6 | 2.500–4.500 € | hoher Arbeitsaufwand |
| Turbolader | 1.200–2.500 € | Ölversorgung mitprüfen |
| Drallklappen / Ansaugbrücke | 500–1.500 € | je nach Motor |
| Austauschmotor | 3.500–8.000 € | je nach Motor und Werkstatt |
Weitere Schwachstellen bei den Benzinern
Die Saugbenziner 1.6 und 1.8 gelten als sehr zuverlässig. Der 1.4 Turbo gibt ebenfalls wenig Anlass zur Sorge. Beim 1.6 Turbo der ersten Jahre ist der Turbolader eine typische Schwachstelle.
Der 1.6 SIDI und der 2.0 Turbo arbeiten mit Direkteinspritzung. Dadurch können sich Ablagerungen an Einlassventilen und Injektoren bilden. Beim 2.0 Turbo kommt Ölverlust im Bereich der Vakuumpumpe hinzu. Beim Insignia B betraf ein Rückruf Fahrzeuge der Jahre 2017 bis 2019: Ein Ölrücklaufrohr konnte reißen, Öl auf heiße Abgasteile tropfen und einen Brand auslösen.
Symptome: Daran erkennen Sie einen Motorschaden
Bei Verdacht auf ein Öldruckproblem misst die Werkstatt den Druck mit einem mechanischen Manometer. So lässt sich klären, ob wirklich zu wenig Druck anliegt oder nur ein Sensor spinnt. Bei Kettengeräuschen hilft das Auslesen der Nockenwellenwerte. Ein Kompressionstest und eine Prüfung des Öls auf Späne zeigen, ob schon Folgeschäden vorliegen. Rechnen Sie für die Diagnose mit ca. 50 bis 200 Euro.
Diese Warnzeichen sollten Sie beim Insignia sofort abklären lassen:
- Öldruck-Warnleuchte, auch wenn sie nur kurz aufflackert
- Rasseln nach dem Kaltstart
- Ölstand steigt beim Diesel (Kraftstoff im Öl)
- Leistungsverlust, Notlauf oder Motorkontrollleuchte
- Klopfen aus dem Motor, das mit der Drehzahl zunimmt
- Ölgeruch oder Rauch aus dem Motorraum
Reparieren oder verkaufen?
Ein Insignia A ist heute meist zehn Jahre oder älter und hat oft über 200.000 Kilometer auf der Uhr. Sein Wert liegt selbst mit gesundem Motor häufig nur im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Ein Austauschmotor für ca. 3.500 bis 8.000 Euro übersteigt diesen Wert schnell.
Kleinere Reparaturen wie eine neue Dichtung am Ölansaugrohr lohnen sich dagegen, wenn sie früh erledigt werden. Beim jüngeren Insignia B kann sich auch eine größere Reparatur rechnen. Fragen Sie hier zuerst nach Kulanz bei Opel. Rechnen Sie außerdem ehrlich mit, was in nächster Zeit sonst ansteht, etwa Zahnriemen, Kupplung, Bremsen oder TÜV. Erst die Summe zeigt, ob sich das Auto noch lohnt.
Wenn die Rechnung nicht aufgeht, ist der Verkauf mit Motorschaden eine saubere Lösung. Autoankauf Stern kauft auch Insignia mit defektem Motor an, holt das Auto kostenlos ab und übernimmt die Abmeldung.
Die Tabelle zeigt grobe Spannen für typische Reparaturen. Beim V6 und beim BiTurbo-Diesel liegen die Kosten wegen des höheren Aufwands meist am oberen Ende. Holen Sie bei großen Schäden mindestens zwei Kostenvoranschläge ein.
Vorbeugung: So schützen Sie den Insignia-Motor
Viele Insignia sind Vielfahrer-Autos. Das ist für den Motor eher gut, solange die Wartung stimmt. Viele Schäden lassen sich mit einfachen Mitteln verhindern:
- Öldruck-Warnung niemals ignorieren und sofort anhalten
- Ölwechsel pünktlich, bei Kurzstrecke früher
- Den Diesel regelmäßig auf der Autobahn fahren, damit der Partikelfilter regeneriert
- Rasselgeräusche beim Kaltstart prüfen lassen
- Offene Rückrufe und Software-Updates bei Opel abfragen
Häufige Fragen
Welcher Insignia-Motor ist am zuverlässigsten?
Die Saugbenziner 1.6 und 1.8 im Insignia A gelten als besonders robust. Auch der 1.4 Turbo macht wenig Ärger.
Warum verliert der 2.0 CDTI Öldruck?
Häufige Ursachen sind eine spröde Dichtung am Ölansaugrohr, die Ölpumpe oder der Regelkolben. Lassen Sie den Öldruck messen, bevor Teile auf Verdacht getauscht werden.
Hat der Insignia 1.6 CDTI Steuerkettenprobleme?
Gelängte Steuerketten sind bei diesem Motor bekannt. Achten Sie auf Rasseln nach dem Kaltstart und lassen Sie es zeitnah prüfen.
Kann ich mit Öldruck-Warnung noch weiterfahren?
Nein. Halten Sie sofort an und stellen Sie den Motor ab. Schon wenige Kilometer ohne Öldruck können Lager und Turbolader zerstören.
Lohnt sich ein Austauschmotor im Insignia A?
Bei hoher Laufleistung meist nicht, weil die Kosten den Fahrzeugwert übersteigen. Bei einem sehr gepflegten Auto kann es sich trotzdem rechnen.
Ist mein Insignia von einem Rückruf betroffen?
Das kann Ihnen jede Opel-Werkstatt anhand der Fahrgestellnummer sagen. Für den Insignia gab es unter anderem Rückrufe zu Kraftstoffleitungen, Ölrücklaufrohr und Software der Abgasreinigung.
Hinweis zur Entstehung: Für Datenrecherche und Formulierung wurde KI eingesetzt – ausschließlich mit Gegenprüfung anhand der Datenbanken der Hersteller.








