Auto mit Autogas- oder Erdgasanlage verkaufen – was Sie über LPG und CNG wissen müssen

Autos mit Gasanlage fahren günstig und haben eine treue Anhängerschaft. Beim Verkauf sind viele Käufer aber unsicher. Sie fragen nach dem Zustand von Tank und Motor, nach Prüfungen und danach, ob die Anlage ordentlich eingetragen ist.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, was den Wert eines Gasautos bestimmt, welche Nachweise wichtig sind und welche Käufer sich für Ihr Fahrzeug interessieren. Wir unterscheiden dabei zwischen Autogas (LPG) und Erdgas (CNG), denn beide Systeme haben eigene Besonderheiten.

Inhalt
  1. LPG oder CNG: Die Unterschiede für den Verkauf
  2. Prüfungen und Eintragung: Das wollen Käufer sehen
  3. Motor und Technik: Worauf Käufer achten
  4. Verkaufswege und Zielgruppen
  5. Tipps für die Übergabe
  6. Verkauf an Autoankauf Stern

Das Wichtigste in Kürze

  • LPG-Anlagen sind oft nachgerüstet, CNG-Anlagen meist ab Werk verbaut.
  • Die Gasanlage muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen und regelmäßig geprüft sein.
  • Prüfen Sie Alter und Prüfdaten des Gastanks – er ist nicht unbegrenzt nutzbar.
  • Gute Unterlagen und eine nachgewiesene Wartung machen das Gasauto für Käufer attraktiv.

LPG oder CNG: Die Unterschiede für den Verkauf

Autogas, auch LPG genannt, ist ein Flüssiggas. Viele LPG-Anlagen wurden nachträglich in Benziner eingebaut. Das Tankstellennetz für Autogas ist in Deutschland vergleichsweise gut ausgebaut. Die Anlage arbeitet meist parallel zum Benzinbetrieb. Ist der Gastank leer, schaltet das Auto auf Benzin um.

Erdgas, auch CNG genannt, wird unter hohem Druck in speziellen Tanks gespeichert. CNG-Fahrzeuge kommen fast immer ab Werk. Das Tankstellennetz für Erdgas ist kleiner geworden. Für manche Käufer ist das ein Grund zur Zurückhaltung. Andere wohnen nah an einer Tankstelle und suchen gezielt nach einem günstigen CNG-Auto.

Für den Verkauf bedeutet das: Ein CNG-Auto ab Werk hat eine einheitliche, vom Hersteller abgestimmte Technik. Bei einer nachgerüsteten LPG-Anlage kommt es stark auf die Qualität des Einbaus und den Einbaubetrieb an. Käufer fragen deshalb oft nach Hersteller der Anlage und Einbaurechnung.

Prüfungen und Eintragung: Das wollen Käufer sehen

Eine Gasanlage muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein. Nach dem Einbau einer Nachrüstanlage ist eine Gasanlageneinbauprüfung nötig. Bei jeder Hauptuntersuchung wird die Gasanlage außerdem geprüft. Fehlen diese Nachweise, ist das ein ernstes Problem. Ohne Eintragung kann die Betriebserlaubnis erlöschen.

Prüfen Sie zudem das Typenschild des Gastanks. Dort stehen Herstellungsdatum und Prüfangaben. Gastanks sind je nach Bauart und Vorschrift nicht unbegrenzt nutzbar. Bei CNG-Tanks legt der Hersteller eine maximale Nutzungsdauer fest. Ein Tank, der bald getauscht werden muss, mindert den Wert. Ein neuer Tank ist dagegen ein Pluspunkt.

  • Eintragung der Gasanlage in der Zulassungsbescheinigung
  • Nachweis der Gasanlageneinbauprüfung bei Nachrüstung
  • Aktueller HU-Bericht mit Prüfung der Gasanlage
  • Typenschild und Herstellungsdatum des Tanks
  • Einbaurechnung mit Hersteller und Typ der Anlage
  • Wartungsnachweise, etwa zum Wechsel der Gasfilter

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Motor und Technik: Worauf Käufer achten

Gas verbrennt heißer und trockener als Benzin. Nicht jeder Motor verträgt das gleich gut. Bei manchen Motoren können Ventile und Ventilsitze schneller verschleißen. Käufer fragen deshalb, ob der Motor als gasfest gilt oder ob eine Ventilschutzanlage verbaut ist.

Wichtig ist auch die regelmäßige Wartung. Gasfilter, Verdampfer und Einspritzdüsen der Anlage brauchen Pflege. Viele Werkstätten empfehlen, die Ventilspiele bei Gasbetrieb häufiger zu prüfen. Wer das belegen kann, überzeugt auch kritische Käufer.

Machen Sie vor dem Verkauf eine kurze Probefahrt im Gasbetrieb. Läuft der Motor ruhig? Schaltet die Anlage sauber um? Leuchten keine Warnlampen? Kleine Fehler lassen sich oft günstig beheben, wenn Sie sie früh erkennen. Riecht es im Innenraum oder am Tank nach Gas, lassen Sie die Anlage sofort von einer Fachwerkstatt prüfen. Bieten Sie das Auto in diesem Zustand nicht zur Probefahrt an.

Verkaufswege und Zielgruppen

Gasautos haben einen kleineren, aber oft sehr interessierten Käuferkreis. Vielfahrer, Pendler und sparsame Fahrer suchen gezielt nach solchen Fahrzeugen. Sie wissen die niedrigen Kraftstoffkosten zu schätzen und kennen sich mit der Technik aus.

Beim Privatverkauf erzielen Sie meist den besten Preis, wenn Unterlagen und Anlage in Ordnung sind. Händler nehmen Gasautos in Zahlung, kalkulieren bei nachgerüsteten Anlagen aber oft vorsichtig. Manche Händler haben sich auf Gasfahrzeuge spezialisiert und bewerten realistischer.

Ist die Anlage defekt, fehlt die Eintragung oder steht ein Tankwechsel an, wird der Privatverkauf schwierig. Rechnen Sie dann nach: Was kostet die Reparatur, und wie viel mehr bekommen Sie danach? Oft ist der Verkauf an einen Ankäufer im jetzigen Zustand die einfachere Lösung. Achten Sie in jedem Fall darauf, bekannte Mängel im Kaufvertrag zu nennen.

Auch der Export ist eine Option. In einigen Ländern sind Autogas-Fahrzeuge verbreitet und gefragt. Händler mit Exportkontakten zahlen deshalb mitunter auch für ältere Gasautos noch faire Preise. Fragen Sie bei der Angebotseinholung gezielt danach.

Tipps für die Übergabe

Geben Sie dem Käufer alle Unterlagen zur Gasanlage mit, auch Bedienungsanleitung und Adapter für ausländische Tankstellen, falls vorhanden. Erklären Sie kurz die Bedienung des Umschalters und die Tankanzeige.

Nennen Sie in der Anzeige klar, ob es sich um LPG oder CNG handelt, ob die Anlage ab Werk oder nachgerüstet ist und wann die letzte Prüfung war. Geben Sie auch den Durchschnittsverbrauch im Gasbetrieb an. Diese Angaben sparen viele Rückfragen.

Fahren Sie den Gastank vor der Übergabe nicht völlig leer, aber auch nicht randvoll. Der Käufer soll die Anlage bei einer Probefahrt testen können. Erklären Sie ihm, wo die nächste passende Tankstelle liegt, gerade bei CNG. Notieren Sie im Kaufvertrag, dass das Fahrzeug eine Gasanlage hat, welcher Art sie ist und wann sie zuletzt geprüft wurde. So sind beide Seiten auf der sicheren Seite.

Verkauf an Autoankauf Stern

Autoankauf Stern kauft Autos mit LPG- und CNG-Anlage bundesweit an – auch mit defekter Gasanlage, fehlender Prüfung oder anstehendem Tankwechsel. Rufen Sie an unter 01522 5236 245 und erhalten Sie ein unverbindliches Angebot.

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Häufige Fragen: Auto mit Autogas- oder Erdgasanlage verkaufen

Der Käuferkreis ist kleiner, aber oft sehr interessiert. Mit vollständigen Unterlagen und geprüfter Anlage verkaufen sich Gasautos meist gut.

Ja. Eine verbaute Gasanlage muss eingetragen sein. Fehlt die Eintragung, kann die Betriebserlaubnis erlöschen.

Das hängt von Bauart, Hersteller und Vorschriften ab. Die Angaben finden Sie auf dem Typenschild des Tanks. Fragen Sie im Zweifel eine Fachwerkstatt.

Ja. Geben Sie den Defekt offen an. Viele Fahrzeuge lassen sich weiter mit Benzin fahren, der Preis ist aber niedriger.

Meist nicht. Der Ausbau kostet Geld und bringt selten einen höheren Preis. Eine funktionierende, eingetragene Anlage ist für viele Käufer ein Vorteil.

Hinweis zur Entstehung: Für Recherche und Formulierung wurde KI eingesetzt. Alle Angaben wurden von unserem Team geprüft.

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