Was ein Hagelschaden für den Wert Ihres Autos bedeutet
Ein Hagelschaden ist zunächst ein optischer Mangel. Die Dellen sitzen meist auf waagerechten Flächen: Dach, Motorhaube, Kofferraumdeckel und obere Türkanten. Bei starkem Hagel können auch Windschutzscheibe, Scheinwerfer, Spiegel oder Zierleisten beschädigt sein.
Wie stark der Wert sinkt, hängt von drei Dingen ab: der Anzahl und Größe der Dellen, dem Zustand des Lacks und dem Alter des Fahrzeugs. Bei einem jungen, hochwertigen Auto fallen Dellen stärker ins Gewicht als bei einem älteren Alltagswagen. Ist der Lack an den Dellen aufgeplatzt, droht später Rost. Das drückt den Preis zusätzlich.
Wichtig: Viele Käufer schätzen den Schaden beim ersten Blick größer ein, als er ist. Eine sachliche Einschätzung durch einen Gutachter oder einen Ausbeul-Spezialisten hilft Ihnen, nicht unter Wert zu verkaufen.
Ob ein Auto einen Hagelschaden hat, erkennen Sie am besten bei schräg einfallendem Licht. Fahren Sie dazu in eine Halle mit Neonröhren oder schauen Sie sich das Auto am frühen Abend an. Die Spiegelung im Lack zeigt jede Delle. Zählen Sie die Dellen grob pro Bauteil. Diese Angabe hilft Gutachtern, Werkstätten und Ankäufern, den Schaden schnell einzuschätzen.
- Leichter Hagelschaden: wenige kleine Dellen, Lack intakt
- Mittlerer Hagelschaden: viele Dellen auf mehreren Bauteilen
- Schwerer Hagelschaden: große Dellen, Lackschäden, Glas- oder Lichtschäden