Reparieren oder verkaufen?
Bei einem jungen Fahrzeug mit gutem Gesamtzustand lohnt sich die Reparatur meist. Prüfen Sie auch, ob noch Garantie oder Kulanz infrage kommt. Fragen Sie beim Hersteller oder Ihrem Händler nach, vor allem bei geringer Laufleistung und lückenlosem Serviceheft.
Bei älteren Fahrzeugen sieht die Rechnung anders aus. Kostet die Reparatur einen großen Teil des Fahrzeugwerts, ist der Verkauf oft die bessere Lösung. Das gilt besonders, wenn weitere Reparaturen anstehen, etwa an Kupplung, Zahnriemen oder bei der nächsten Hauptuntersuchung.
Beim Privatverkauf sind Autos mit Turboschaden vor allem für Schrauber interessant. Sie können günstige Gebrauchtteile einbauen. Rechnen Sie aber mit spürbaren Preisabschlägen, weil Käufer Folgeschäden am Motor fürchten. Händler bieten in der Regel wenig. Ein Autoankauf, der auch defekte Fahrzeuge kauft, ist häufig die schnellste Lösung.
Egal welchen Weg Sie wählen: Lassen Sie sich die Diagnose schriftlich geben. Notieren Sie, wann die ersten Symptome auftraten und wie weit Sie danach noch gefahren sind. Sammeln Sie Serviceheft und Rechnungen über regelmäßige Ölwechsel. Diese Unterlagen zeigen dem Käufer, ob der Motor gut gepflegt wurde. Das senkt sein Risiko und verbessert Ihre Verhandlungsposition. Vergleichen Sie außerdem mindestens zwei bis drei Angebote, bevor Sie sich entscheiden.