1.4 HDi (DV4): der kleine Diesel aus 206, C3 und Fiesta

Der 1.4 HDi ist der kleinste Common-Rail-Diesel aus dem PSA-Programm. Er kam 2001 auf den Markt und trägt den Code DV4. Sie finden ihn vor allem in Kleinwagen: Peugeot 206 und 207, Citroën C2 und C3, aber auch in Toyota Aygo, Ford Fiesta und Mazda 2. Die Leistung liegt zwischen 54 und 90 PS.

Der Motor gilt als genügsam und eher unproblematisch. Teure Totalschäden sind selten. Typische Baustellen sind Einspritzanlage, Turbo und Anbauteile. Hier lesen Sie, worauf es ankommt und wann sich eine Reparatur bei einem alten Kleinwagen noch rechnet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der DV4 gilt als einer der zuverlässigeren kleinen Diesel seiner Zeit.
  • Die 8-Ventil-Versionen mit 54 bis 70 PS sind am weitesten verbreitet und am robustesten.
  • Schwachpunkte sind vor allem Teile der Einspritzanlage und der Turbo.
  • Die Riemenscheibe der Kurbelwelle hält oft nur 70.000 bis 100.000 km.
  • Reparaturen sind meist bezahlbar, der Restwert der Autos aber oft niedrig.
Inhalt
  1. Verbaut in diesen Modellen
  2. Bekannte Schwachstellen des DV4
  3. Technik und Aufbau
  4. Worauf Sie beim Gebrauchtkauf oder vor dem Verkauf achten
  5. Reparieren oder verkaufen?
  6. Pflege und Vorbeugung
  7. Häufige Fragen
Steckbrief DV4
MotorcodeDV4
HerstellerPeugeot
KraftstoffDiesel
Hubraum1.398 cm³
Zylinder4 Zylinder, Reihe
AufladungTurbo
SteuertriebZahnriemen
Bauzeit2001–ca. 2014 (je nach Modell)
Leistung40–66 kW (54–90 PS)
VorgängerTUD (1.5 Saugdiesel)
NachfolgerDV6 (1.6 HDi)

In diesen Modellen steckt der DV4

  • Peugeot 206 und 207
  • Peugeot 107
  • Peugeot 1007
  • Citroën C1, C2 und C3 (I)
  • Citroën Xsara
  • Toyota Aygo (1.4 D-4D)
  • Ford Fiesta und Fusion (1.4 TDCi)
  • Mazda 2 (1.4 CD)
  • Suzuki Liana (1.4 DDiS)

Bekannte Schwachstellen des DV4

Schwachstellen und Kosten im Überblick
SchwachstelleRisikoKosten ca.
Einspritzanlagemittelca. 150–400 € für ein Regelventil, ca. 200–400 € pro Injektor, je nach Werkstatt/Modell
Turboladermittelca. 800–1.500 € inklusive Einbau, je nach Werkstatt/Modell
Kurbelwellen-Riemenscheibegeringca. 200–400 €, je nach Werkstatt/Modell
AGR-Ventil und Kurbelgehäuseentlüftunggeringca. 200–600 €, je nach Werkstatt/Modell

Einspritzanlage Risiko: mittel

Je nach Baujahr stammt die Einspritzung von Siemens oder Bosch. Bei Siemens-Systemen fallen gern die Regelventile an der Hochdruckpumpe aus. Bei Bosch macht eher die Zumesseinheit Ärger. Auch einzelne Injektoren können verschleißen.

Typische Symptome:

  • Schlechter Start oder Motor geht aus
  • Ruckeln unter Last
  • Motorkontrollleuchte mit Raildruck-Fehler

Kosten: ca. 150–400 € für ein Regelventil, ca. 200–400 € pro Injektor, je nach Werkstatt/Modell

Turbolader Risiko: mittel

Der Lader verschleißt bei manchen Motoren relativ früh. Ursache sind meist verschlissenes oder zu altes Öl und kurze Fahrten mit heißem Abstellen. Bei den kleinen Versionen ist der Lader einfach aufgebaut und vergleichsweise günstig.

Typische Symptome:

  • Pfeifen beim Gasgeben
  • Ölverlust am Auspuff
  • Spürbar weniger Kraft

Kosten: ca. 800–1.500 € inklusive Einbau, je nach Werkstatt/Modell

Kurbelwellen-Riemenscheibe Risiko: gering

Die Scheibe treibt Lichtmaschine und Nebenaggregate an. Ihr Gummidämpfer altert. Mit Originalteilen hält sie oft 70.000 bis 100.000 km, billige Nachbauten deutlich kürzer.

Typische Symptome:

  • Brummen und Vibrationen
  • Quietschender Keilrippenriemen
  • Unruhiger Leerlauf

Kosten: ca. 200–400 €, je nach Werkstatt/Modell

AGR-Ventil und Kurbelgehäuseentlüftung Risiko: gering

Ein verrußtes AGR-Ventil kostet Leistung. Ältere Motoren haben ein unterdruckgesteuertes Ventil, neuere ein elektrisches. Auch die Membran der Kurbelgehäuseentlüftung kann reißen.

Typische Symptome:

  • Leistungsloch bei niedriger Drehzahl
  • Rauch beim Beschleunigen
  • Pfeifgeräusche aus dem Motorraum

Kosten: ca. 200–600 €, je nach Werkstatt/Modell

Technik und Aufbau

Der DV4 hat einen Aluminiumblock mit eingesetzten Graugussbuchsen. Am häufigsten ist die 8-Ventil-Version mit festem Turbo ohne Ladeluftkühler und 68 oder 70 PS. Im C1, 107 und Aygo leistet sie 54 PS. Die seltenere 16-Ventil-Version mit 90 PS hat einen variablen Turbo und Ladeluftkühler.

Ab etwa 2008 gab es mit dem DV4C eine Euro-5-Version mit Partikelfilter. Ein Zahnriemen treibt die Nockenwelle an. Reißt er, verbiegen die Ventile. Deshalb ist das Wechselintervall laut Wartungsplan unbedingt einzuhalten.

Worauf Sie beim Gebrauchtkauf oder vor dem Verkauf achten

Die Autos mit diesem Motor sind heute meist älter als 12 Jahre. Rost und Pflegezustand zählen oft mehr als der Motor.

  • Belege für den letzten Zahnriemenwechsel suchen
  • Kaltstart testen: Der Motor sollte sofort anspringen
  • Riemenscheibe und Keilrippenriemen ansehen
  • Auf blauen Rauch und Ölspuren am Turbo achten
  • Unterboden und Schweller auf Rost prüfen

Sicher verkaufen – darauf können Sie sich verlassen

4,9 von 5 Sternen

aus 422 Bewertungen zufriedener Kunden

Seit 2000

Gegründet in Bochum, bundesweit seit 2008

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Reparieren oder verkaufen?

Beim 1.4 HDi sind die meisten Reparaturen günstig. Ein Regelventil oder eine Riemenscheibe rechtfertigen keinen Verkauf. Ein Turbo für rund 1.200 € ist dagegen bei einem 206 mit 250.000 km schon eine harte Rechnung. Kommt noch ein fälliger Zahnriemen dazu, liegt man schnell über dem Marktwert.

Fällt die Rechnung so aus, kann ein Verkauf die bessere Wahl sein. Autoankauf Stern kauft auch alte Kleinwagen mit Defekten an, übernimmt die Abmeldung und zahlt sofort aus.

Pflege und Vorbeugung

Der kleine Diesel ist pflegeleicht, solange Öl und Zahnriemen nicht vernachlässigt werden.

  • Ölwechsel jährlich oder nach Herstellerintervall
  • Zahnriemen nach Kilometern und Alter wechseln, je nachdem, was zuerst erreicht ist
  • Bei Riemenscheiben auf Markenteile setzen
  • Diesel nur an verlässlichen Tankstellen tanken
  • Kraftstofffilter regelmäßig erneuern

Häufige Fragen zum DV4

Mit guter Pflege sind 250.000 km und mehr realistisch. Viele Autos werden eher wegen Rost oder Elektrik aufgegeben.

Ja. Aygo, Citroën C1 und Peugeot 107 nutzen den DV4 mit 54 PS, Toyota nennt ihn 1.4 D-4D.

Die frühen Versionen meist nicht. Die Euro-5-Version DV4C ab etwa 2008 hat einen Filter.

Die 8-Ventil-Versionen mit 54 bis 70 PS gelten als am unproblematischsten. Die 16V-Version mit 90 PS ist seltener und technisch aufwendiger.

Das hängt vom Gesamtzustand ab. Bei einem rostfreien Auto mit frischem Zahnriemen oft ja, bei einem verbrauchten Kleinwagen mit hoher Laufleistung eher nicht.

Hinweis zur Entstehung: Für Datenrecherche und Formulierung wurde KI eingesetzt – ausschließlich mit Gegenprüfung anhand der Datenbanken der Hersteller.

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