Mit dem C 220 CDI (W202) brachte Mercedes 1997 seinen ersten Pkw-Diesel mit Common-Rail-Einspritzung auf den Markt. Dahinter steckt eine Motorfamilie mit gleichem Grundaufbau: den Vierzylinder OM611, den Fünfzylinder OM612 und den Sechszylinder OM613. Sie trieben C-, E- und S-Klasse, den ML, den Vito und den Sprinter an. Der OM612 lief als 2.7 CRD sogar im Jeep Grand Cherokee.
Die Motoren gelten mechanisch als sehr zäh: Graugussblock, Duplex-Steuerkette, solide Kurbeltriebe. Die typischen Probleme sitzen fast immer im Umfeld, vor allem an den Injektoren und ihren Dichtringen. Hier erfahren Sie, welche Schäden heute nach über 20 Jahren typisch sind, was sie kosten und wann sich die Reparatur noch lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- OM611 (2,1/2,2 l), OM612 (2,7 l) und OM613 (3,2 l) sind Common-Rail-Diesel der ersten Mercedes-Generation.
- Block und Kurbeltrieb sind robust, Laufleistungen weit über 300.000 km sind keine Seltenheit.
- Häufigster Schaden: undichte Kupferdichtringe an den Injektoren mit Verkokung im Zylinderkopf.
- Festgebackene Injektoren und Glühkerzen machen einfache Reparaturen oft teuer.
- Bei diesem Alter entscheidet meist die Karosserie (Rost) über den Wert, nicht der Motor.
