Mercedes M282: Was taugt der 1.33-Turbo aus A-Klasse und CLA?

Der M282 ist der 1,33-Liter-Turbobenziner, den Mercedes 2018 mit der A-Klasse W177 einführte. Er steckt als A 160, A 180 und A 200 in A-Klasse, B-Klasse, CLA, GLA und GLB, außerdem in den Plug-in-Hybriden 250 e. Entwickelt wurde er unter Führung von Mercedes zusammen mit Renault. Bei Renault, Dacia und Nissan läuft er als 1.3 TCe oder DIG-T.

Viele Käufer fragen, ob ein so kleiner Motor in einem Mercedes lange hält. Bisher gibt es keine breit dokumentierte Serienschwäche, die den M282 grundsätzlich in Frage stellt. Wie bei jedem kleinen Turbo-Direkteinspritzer gibt es aber Punkte, die man kennen sollte. Hier finden Sie eine ehrliche Einordnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der M282 ist ein 1,33-Liter-Turbo mit Direkteinspritzung, Steuerkette und Partikelfilter.
  • Er ist der erste Mercedes-Vierzylinder mit Zylinderabschaltung.
  • Ein typischer Serienfehler ist für den M282 bislang nicht dokumentiert.
  • Die hohe Leistung pro Liter macht Ölqualität und Wartung besonders wichtig.
  • Seit Ende 2022 gibt es auch eine Version mit 48-Volt-Mildhybrid.
Inhalt
  1. Verbaut in diesen Modellen
  2. Bekannte Schwachstellen des M282
  3. Technik und Aufbau
  4. Worauf Sie beim Gebrauchtkauf oder vor dem Verkauf achten
  5. Reparieren oder verkaufen?
  6. Pflege und Vorbeugung
  7. Häufige Fragen
Steckbrief M282
MotorcodeM282
HerstellerMercedes
KraftstoffBenzin
Hubraum1.332 cm³
Zylinder4 Zylinder, Reihe
AufladungTurbo
SteuertriebSteuerkette
Bauzeitseit 2018
Leistung80–120 kW (109–163 PS)
VorgängerM270

In diesen Modellen steckt der M282

  • Mercedes A-Klasse (W177)
  • Mercedes B-Klasse (W247)
  • Mercedes CLA (C118, X118)
  • Mercedes GLA (H247)
  • Mercedes GLB (X247)
  • Renault Captur, Mégane, Arkana (als 1.3 TCe)
  • Nissan Qashqai (als DIG-T)
  • Dacia Duster (als TCe 130/150)

Bekannte Schwachstellen des M282

Schwachstellen und Kosten im Überblick
SchwachstelleRisikoKosten ca.
Ablagerungen durch Direkteinspritzunggeringca. 300–700 € für eine Reinigung (je nach Werkstatt/Modell)
Ottopartikelfilter bei Kurzstreckegeringca. 100–300 € für eine Regeneration in der Werkstatt; ca. 1.000–2.000 € für einen neuen Filter (je nach Werkstatt/Modell)
Steuerkette und Nockenwellenverstellunggeringca. 1.200–2.500 € für einen kompletten Steuertrieb (je nach Werkstatt/Modell)
Turbolader und Wastegategeringca. 300–800 € für Steller oder Sensor; ca. 1.200–2.200 € für einen Turbolader (je nach Werkstatt/Modell)

Ablagerungen durch Direkteinspritzung Risiko: gering

Wie bei allen Benzin-Direkteinspritzern spült kein Kraftstoff über die Einlassventile. Dort können sich mit der Zeit Ölkohle und Ruß ablagern. Viel Kurzstrecke verstärkt den Effekt.

Typische Symptome:

  • Rauer Leerlauf
  • Leichte Zündaussetzer
  • Höherer Verbrauch

Kosten: ca. 300–700 € für eine Reinigung (je nach Werkstatt/Modell)

Ottopartikelfilter bei Kurzstrecke Risiko: gering

Der M282 hat serienmäßig einen Partikelfilter. Der Filter regeneriert meist unauffällig im normalen Fahrbetrieb. Bei sehr viel Kurzstrecke kann er sich aber zusetzen.

Typische Symptome:

  • Warnmeldung im Display
  • Leistungsreduzierung
  • Motorkontrollleuchte

Kosten: ca. 100–300 € für eine Regeneration in der Werkstatt; ca. 1.000–2.000 € für einen neuen Filter (je nach Werkstatt/Modell)

Steuerkette und Nockenwellenverstellung Risiko: gering

Zwei obenliegende Nockenwellen werden per Kette angetrieben und sind verstellbar. Gehäufte Kettenschäden sind beim M282 bislang nicht bekannt. Bei kleinen, hoch aufgeladenen Motoren reagiert der Kettentrieb aber empfindlich auf altes oder falsches Öl.

Typische Symptome:

  • Rasseln nach dem Kaltstart
  • Nockenwellen-Fehlercodes
  • Unrunder Leerlauf

Kosten: ca. 1.200–2.500 € für einen kompletten Steuertrieb (je nach Werkstatt/Modell)

Turbolader und Wastegate Risiko: gering

Der Turbolader hat ein elektrisch gesteuertes Wastegate, also ein Ventil, das den Ladedruck begrenzt. Fehler am Steller oder an Sensoren führen zu Notlauf. Mechanische Turboschäden sind bei gepflegten Motoren bisher selten.

Typische Symptome:

  • Notlauf mit wenig Leistung
  • Pfeifen
  • Fehlercode zum Ladedruck

Kosten: ca. 300–800 € für Steller oder Sensor; ca. 1.200–2.200 € für einen Turbolader (je nach Werkstatt/Modell)

Technik und Aufbau

Der M282 hat Aluminiumblock und -zylinderkopf, Bohrung 72,2 mm und Hub 81,4 mm. Die Direkteinspritzung arbeitet mit bis zu 250 bar. Renault liefert Bauteile des Grundmotors, Mercedes verantwortet die Entwicklung. Gebaut wird der Motor unter anderem bei MDC Power in Kölleda.

Eine Besonderheit ist die Zylinderabschaltung: Bei geringer Last zwischen etwa 1.250 und 3.800 Umdrehungen bleiben die Ventile der Zylinder 2 und 3 geschlossen. Der Motor läuft dann als Zweizylinder und spart Kraftstoff. Die Leistung reicht von 80 kW (109 PS) im A 160 bis 120 kW (163 PS) im A 200.

Worauf Sie beim Gebrauchtkauf oder vor dem Verkauf achten

Fahrzeuge mit M282 sind noch jung, oft geleast und haben eine Werkstatthistorie. Nutzen Sie das: Ein vollständiger digitaler Serviceverlauf ist der beste Hinweis auf einen gesunden Motor.

  • Digitales Serviceheft auf pünktliche Ölwechsel prüfen
  • Kaltstart hören und auf Rasseln oder Klackern achten
  • Fehlerspeicher auf Ladedruck-, Nockenwellen- und Partikelfilter-Einträge prüfen
  • Beim 7G- oder 8G-DCT auf sauberes, ruckfreies Anfahren achten
  • Bei 250 e Batteriezustand und Ladehistorie prüfen lassen

Sicher verkaufen – darauf können Sie sich verlassen

4,9 von 5 Sternen

aus 422 Bewertungen zufriedener Kunden

Seit 2000

Gegründet in Bochum, bundesweit seit 2008

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Reparieren oder verkaufen?

Bei einem Fahrzeug mit M282 lohnt sich eine Reparatur fast immer, solange der Grundmotor intakt ist. Eine A- oder B-Klasse W177/W247 hat meist noch einen hohen Restwert. Auch ein Turbolader oder Steuertrieb steht dazu in einem vernünftigen Verhältnis.

Anders ist es bei Unfallfahrzeugen oder einem kapitalen Motorschaden außerhalb der Garantie. Ein neuer Motor kann deutlich über 6.000 € kosten. Bevor Sie so viel investieren, holen Sie sich ein Vergleichsangebot: Autoankauf Stern kauft auch junge Mercedes mit Motor- oder Unfallschaden und holt sie bundesweit ab.

Pflege und Vorbeugung

Ein kleiner Turbomotor arbeitet mit hoher Belastung pro Liter Hubraum. Sorgfältige Pflege ist deshalb wichtiger als bei einem großen Saugmotor.

  • Ölwechsel nach Serviceanzeige, bei Kurzstrecke mindestens jährlich
  • Nur Öl mit der im Serviceheft genannten Mercedes-Freigabe verwenden, nicht einfach irgendein 5W-30
  • Kalten Motor in den ersten Kilometern schonend bewegen
  • Regelmäßig längere Strecken fahren, damit der Partikelfilter regeneriert
  • Software-Updates bei Werkstattbesuchen aufspielen lassen

Häufige Fragen zum M282

Der M282 im A 180 wurde von Mercedes und Renault gemeinsam entwickelt. Renault liefert Teile des Grundmotors, die Entwicklung lag bei Mercedes.

Belastbare Langzeitdaten fehlen noch. Bei regelmäßiger Wartung sind 200.000 km und mehr realistisch.

Nein, der M282 hat eine Steuerkette.

Bei geringer Last schalten zwei Zylinder ab. Das senkt den Verbrauch, vor allem bei konstanter Fahrt.

Nein. Bisher ist keine breite Serienschwäche bekannt. Wie jeder kleine Turbo braucht er aber gutes Öl und pünktliche Wartung.

Hinweis zur Entstehung: Für Datenrecherche und Formulierung wurde KI eingesetzt – ausschließlich mit Gegenprüfung anhand der Datenbanken der Hersteller.

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