Unter dem Kürzel OM607 baute Mercedes ab 2012 den 1,5-Liter-Diesel K9K von Renault ein. Er steckt in A 160 CDI und A 180 CDI (W176), B 160 und B 180 CDI (W246), CLA 180 CDI, GLA 180 d und im Transporter Citan. Mercedes passte Motorsteuerung, Anbauteile und Abstimmung an, der Grundmotor ist aber der bekannte dCi aus Clio, Mégane und Dacia.
Ein Hinweis zur C-Klasse: Der C 180 d und C 200 d der Baureihe W205 haben nicht diesen Motor. Bis zur Modellpflege 2018 steckt dort je nach Version ein 1,6-Liter-Diesel von Renault (R9M), danach der OM654. Der OM607 gilt als sparsam und im Alltag solide. Schwachstellen gibt es bei Lagern, Injektoren und Abgasrückführung. Diese Seite zeigt, welche Schäden typisch sind und wann sich eine Reparatur rechnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Der OM607 ist technisch ein Renault K9K mit 1.461 cm³ und Zahnriemen.
- Mercedes setzte ihn von 2012 bis etwa 2018 in Kompaktmodellen ein, im Citan noch länger.
- Bekannte Schwachstellen sind Pleuellager, Injektoren und das AGR-Ventil.
- Der Zahnriemen muss nach Vorgabe gewechselt werden, sonst droht ein Motorschaden.
- Der Nachfolger OM608 gilt als weniger anfällig.

