Der OM642 ist der 3,0-Liter-V6-Diesel, den Mercedes von 2005 bis 2021 baute. Er steckte als 280, 300, 320 und 350 CDI sowie später als 350 d in fast allen Baureihen: von C- und E-Klasse über ML, GL und S-Klasse bis zu Sprinter und G-Klasse. Auch Jeep und Chrysler nutzten ihn als 3.0 CRD.
Der Motor ist kräftig, laufruhig und erreicht bei guter Pflege hohe Laufleistungen. Bekannt ist er aber auch für einige teure Schwachstellen: undichte Ölkühler, defekte Einlasskanalabschaltung und Lagerschäden an der Kurbelwelle. Hier erfahren Sie, wie Sie diese erkennen und was sie kosten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der OM642 ist ein 72-Grad-V6 mit Aluminiumblock, Ausgleichswelle und Steuerkette.
- Die Ölkühlerdichtungen im V des Motors werden früher oder später undicht.
- Der Stellmotor der Einlasskanalabschaltung (EKAS) fällt häufig aus, oft durch Öl vom Turbolader.
- Risse im Abgaskrümmer können Partikel in den Turbolader schicken.
- Kurbelwellen- und Pleuellagerschäden betreffen vor allem ältere Motoren bis etwa 2009.

