Der N57 ist der Dreiliter-Reihensechszylinder, den BMW von 2008 bis etwa 2019 in fast alle großen Diesel einbaute. Er steckt im 330d, 530d, 535d, 640d, 730d und in den X-Modellen. Je nach Ausbaustufe hat er einen, zwei oder drei Turbolader und leistet 204 bis 381 PS. Der Triturbo im M550d war bei seiner Vorstellung der stärkste Serien-Reihensechszylinder-Diesel.
Der N57 gilt im Kern als solider Motor mit hoher Laufkultur. Vor allem frühe Exemplare kämpfen aber mit Lagerschäden an Kurbelwelle und Pleueln. Dazu kommen der bekannte AGR-Kühler-Rückruf und eine Steuerkette, die wie beim N47 hinten sitzt. Diese Seite erklärt die Hintergründe und hilft bei der Entscheidung, ob sich eine Reparatur lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der N57 ist ein laufruhiger, kräftiger Diesel, der bei guter Pflege lange hält.
- Pleuel- und Hauptlagerschäden sind die teuerste bekannte Schwachstelle.
- Die Steuerkette sitzt hinten, fällt aber seltener aus als beim N47.
- Für undichte AGR-Kühler gibt es einen Rückruf für Baujahre 2010 bis 2017.
- Biturbo- und Triturbo-Versionen sind in der Reparatur deutlich teurer.




